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Medienwissenschaft: Massenkommunikation

Wenn man heute von Massenkommunikation spricht, dann ist weitgehend in Vergessenheit geraten, dass der Begriff der Masse lange Zeit eine negative Konnotation hatte. Nicht zuletzt hat Gustave Le Bon mit seiner Arbeit zur Psychologie der Masse die Gefahren großer Ansammlungen von Menschen dargelegt. Andere, wie Theodor Adorno oder Theodor Geiger haben die Vermassung kultureller Ereignisse ...

Grundbegriffe: Macht

Die Bedeutung von Begriffen der Soziologie oder der Politikwissenschaft sucht mach normalerweise in entsprechenden Wörterbüchern, z.B. in dem von Hillmann herausgegebenen Wörterbuch der Soziologie. Zuweilen finden sich Definitionen wissenschaftlicher Begriffe in Büchern, in denen man sie gar nicht erwartet hätte, z.B. in Stefan Hradils Buch “Soziale Ungleichheit in Deutschland”. “Weit verbreitet in der sozialwissenschaftlichen Literatur ...

Statistik: Mehrvariablenanalyse

Für viele Studenten der Sozialwissenschaften ist Statistik ein Angstgegner. Aber Statistik ist für eine empirisch arbeitende Sozialwissenschaft unerlässlich. Deshalb ist es wichtig, die Grundlagen und vor allem die Systematik, die hinter statistischen Analysen und der Beschreibung von Variablenzusammenhängen steckt, zu verstehen. Ein Buch, das in einer einzigartigen Weise eine Einführung in statistisches Denken und statistische ...

Soziologie: Was ist Soziologie (nicht)?

Peter L. Berger ist am 27. Juni diesen Jahres verstorben. Wir bringen ihm einen kleinen Tribut aus einer seiner weniger bekannten Schriften: “Einladung zur Soziologie”. Wer den Anfang des Büchleins liest, weiß, warum es nicht so bekannt ist. “Witze über Soziologen sind spärlich gesät. Eine solche Geringschätzung muss der Soziologe besonders empfinden, sobald er an ...

Statistik: Korrelation und Kausalität

Fleischessen korreliert positiv mit Darmkrebs. Kaffeetrinken korreliert negativ dem Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Katzenbesitzer haben in der Regel höhere Einkommen. Korrelationen, also Zusammenhänge zwischen Variablen, werden sprachlich häufig zu Kausalitäten, Fleischessen wird zur Ursache von Darmkrebs, Kaffeetrinken zum Abwehrmittel von Prostatakrebs und Katzen zur Notwendigkeit für finanziellen Erfolg. Mit Ausnahme des letzten Beispiels ist ...

Parteien: Gesetz der Oligarchie

Robert Michels hat im Jahre 1911 seine Soziologie des Parteienwesens vorgelegt. Das Buch ist eine Studie von Prozessen der Oligarchiebildung am Beispiel der SPD. Darin zeigt Michels, wie eine Grass-Root-Bewegung zu einer elitären Organisationen wird, in der die Führung von den Geführten, die sie nach wie vor zu repräsentieren vorgibt, nicht nur mit Blick auf ...

Ökonomie: Wohlfahrtsstaaten

Den meisten Politikern und vielen Wissenschaftlern gelten Wohlfahrtsstaaten als sehr positive moderne Errungenschaft, die vor allem Armen zu gute kommt. James Bartholomew kommt auf Grundlage einer umfassenden Analyse des britischen Sozialsystems, das deutlich weniger entwickelt ist als das deutsche, zu einem ganz anderen Ergebnis. Wohlfahrtsstaaten nutzen den Armen nicht, sie schaden ihnen: “The welfare state ...

Darstellung und Interaktion

Wie oft haben Sie schon gelesen, dass z.B. in einem Vorstellungsgespräch der erste Eindruck zählt. Das Erscheinungsbild, die Kongruenz zwischen Anspruch, der mit der eigenen Erscheinung angebmeldet wird und dem Anspruch, den Beobachter zugestehen, es scheint für die Beurteilung von Menschen eine große Rolle zu spielen. Einer der ersten, die sich mit Fragen der Darstellung ...

Soziologie: Robert K. Merton

Nicht nur wegen seiner Arbeiten zur Anomie zählt Robert K. Merton zu den größten Soziologen des 20. Jahrhunderts. Der Unterscheidung in individuelle Handlungsmotive und gesellschaftlich vorgegebene Handlungsziele ist eine grundlegende Unterscheidung, die sein Werk durchzieht, eine Unterscheidung, die man heute nicht oft genug wiederholen kann, am besten in den Worten von Lewis Coser, einem Schüler ...

Empirische Sozialforschung: Indikatoren

Die meisten Konzepte, die sich in den Sozialwissenschaften finden, Rechtsextremismus, Ungleichheit, Gerechtigkeit, Rassismus kann man nicht direkt beobachten. Sie sind latente Konstrukte, die  über beobachtbare Indikatoren gemessen werden müssen. Entsprechend ist eine Messung immer nur so gut, wie der Indikator, der dafür benutzt wurde. Eines der wenigen Lehrbücher zu den Methoden der empirischen Sozialforschung, in ...