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Statistik: Prozente

Prozentzahlen gehören zum täglichen Leben. Wer eine Zeitung zur Hand nimmt, wird förmlich mit Prozentzahlen bombadiert. Walter Krämer hat für eine Ausgabe der FAZ die Häufigkeit von Prozentzahlen gezählt und ist auf die stattliche Anzahl von 135 gekommen. Prozente sollen eine Genauigkeit, eine Gelehrheit und eine Präzision vorstellen, die in den meisten Fällen nicht vorhanden ist ...

Ökonomie: Spieltheorie und Allozentrismus

Vor einigen Jahren haben Barry J. Nalebutt und Adam M. Brandenburger das Konzept der Ko-Opetition entwickelt. Zunächst ein Hype, so ist es zwischenzeitlich wieder ruhig um das Konzept geworden, vermutlich deshalb, weil Spieltheorie und Betriebswirtschaftslehre eine schwierige Beziehung miteinander führen. Dabei haben sich Nalebutt und Brandenburger bemüht, eine Art Spieltheorie “light” in ihrem Buch, das ...

Philosophie: Gedanken zum Neuen Jahr

Zum Beginn des Jahres 2017 wollen wir Friedrich Nietzsche die Gedanken zum neuen Jahr überlassen: “Zum neuen Jahre. – Noch lebe ich, noch denke ich: ich muss noch leben, denn ich muss noch denken. Sum, ergo cogito, cogito, ergo sum. Heute erlaubt sich Jedermann seinen Wunsch und liebsten Gedanken auszusprechen: nun, so will auch ich ...

Soziologie: Zur Erklärung menschlichen Verhaltens

Auch wenn der Gegenstand der Soziologie darin besteht, soziale Fakten, die zumeist auf einer Makroebene zu finden sind, zu erklären, so ist doch menschliches Verhalten, auf die die entsprechenden sozialen Fakten zurückführbar sind oder aus dem sie doch auf die ein oder andere Weise entstehen, die Grundlage der meisten soziologischen Theorien. Ein Soziologe, der sich ...

Politikwissenschaft: Autoritäre Persönlichkeit

Die Autoritäre Persönlichkeit, die Adorno, Levinson, Sanford und Frenkel-Brunswick im Jahre 1950 veröffentlicht haben, ist zu einem klassiker der empirischen Sozialforschung geworden, auf den immer gerne Bezug genommen und aus dem immer gerne zitiert wird, in der Regel mit Bezug auf die F-Skala, die zur Messung von Faschismus entwickelt wurde. Dass die F-Skala sich aus ...

Demographie: Staatliche Regelungen verusachen Geburtenrückgang

Die Frage nach den Ursachen eines Geburtenrückgangs und die Frage nach der Wirksamkeit staatlicher Anreize mit dem Ziel, die Geburtenhäufigkeit zu erhöhen, sind nicht neu. Sie wurden schon früh gestellt, und was wenigen bekannt ist, in der 1936 veröffentlichten Arbeit der emigrierten Frankfurter Schule, “Studien über Autorität und Familie”, die Max Horkheimer, Erich Fromm und ...

BWL: Management und Emergenz

In den letzten Jahren sind eine Reihe von Managementmodellen und neuen Führungstheorien aufgekommen, die die nicht-Linearität von Handlung und Handlungsbeziehungen innerhalb von Unternehmen betonen und daraus die Notwendigkeit ableiten, z.B. Führung reaktiv zu gestalten und auf das Setzen von Randbedingungen zu reduzieren. Die entsprechenden Lehren beziehen sich auf Forschung aus dem Bereich der Chaostheorie und ...

Psychologie: Behaviourismus

Vielen, die mit der Arbeit von Burhuss F. Skinner konfrontiert sind, ist nicht bewusst, dass Skinner seine Arbeit am Behaviourismus nicht nur auf spezifische Formen der Konditionierung gerichtet hat, sondern den Behaviorismus als evolutionäres Konzept ansieht, das sich einer Lernform bedient, die mMenschen per Evolution immanent ist: “The fact that operant conditioning, like all psychological ...

Politikwissenschaft: Pluralismus

Diversity ist derzeit in aller Munde, denn Diversity, so wird behauptet und empirisch untersucht, hat viele Vorteile in Betrieb und Gesellschaft. Über all der Diversity ist das gute alte Konzept des Pluralismus in Vergessenheit geraten, ein Konzept, das theoretisch fundiert und von einer Vielzahl von Wissenschaftlern ausgefeilt wurde. Einer davon, Heinrich Oberreuter, hat Folgendes zu ...

Ethnologie: Die Unterscheidung zwischen etischer und emischer Forschungsperspektive

… geht auf den amerikanischen Linguisten und Kulturanthropologen Kenneth Pike (1912-2000) zurück. Pike meinte, dass ein Forscher, der menschliches Verhalten beobachtet, das beobachtete Verhalten grundsätzlich auf zwei verschiedene Weisen betrachten kann, die er als die etische und die emische Betrachtungsweise beschreibt, und zwar wie folgt: „The etic viewpoint studies behavior as from outside of a ...