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Politikwissenschaft: Ostdeutsche wählen anders

Weniger und anders, so kann man die Unterschiede im Wahlverhalten zwischen Ost- und Westdeutschland zusammenfassen. Waren es bei der Bundestagswahl 1990 noch 74,5% der Ostdeutschen, die wählen gingen, so waren es 2013 nur noch 67,6%. In beiden Fällen lag die Wahlbeteiligung unter der Wahlbeteiligung in Westdeutschland (1990: 78,6%; 2013: 72,4%).

Fokus_Bundestagswahl_2013Auch im Hinblick auf die Parteien der Wahl, gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, die sich jedoch vornehmlich in der Linken Hälfte des Parteienspektrums finden. Während CDU/CSU mit 39% der Wählern in Ostdeutschland etwa so viele Wähler erreicht wie in Westdeutschland (42%) bleiben die SPD mit 18% und die Grünen/Bündnis90 mit 5% deutlich hinter ihren jeweiligen Anteilen in Westdeutschland (SPD: 27%; Grüne/Bündnis90: 9%) zurück.

Die Ursache dafür findet sich in der LINKEN, die weitgehend eine ostdeutsche Erscheinung ist. Mit 23% ist die Linke in Ostdeutschland zweitstärkste Partei hinter der CDU/CSU, während sie in Westdeutschland mit 6% in die Nähe der 5%-Klausel gerät.

Unter den Theorietraditionen, die erklären, warum Wähler bestimmte Parteien wählen, findet sich u.a. die Cleavage-Theorie von Seymour M. Lipset und Stein Rokkan, die davon ausgeht, dass Konfliktlinien in der Gesellschaft Ursache für Parteienbindung sind: der Konflikt zwischen Arbeit und Kapital für die SPD ursächlich ist, während der Konflikt zwischen Religion und Staat für die CDU/CSU.

Ob die Cleavage-Theorie auch auf die Eigenheiten des ostdeutschen Wahlverhaltens angewendet werden kann, ist bislang eine Frage, die ungeklärt ist.

 

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